H & Chi, ein Herz und eine Seele

      H & Chi, ein Herz und eine Seele

      Hallo!

      Von der Schönwetterkatastrophe hab ich nur den letzten Freitag astronomisch was abbekommen und habe mal, von
      Karsten inspiriert, auf den schönen Doppelsternhaufen gehalten:


      Hier nochmal ein 100%-Crop der wichtigsten Objekte im Bild:

      Zu den Daten:
      Eos500Da auf Star Adventurer, Samyang 85mm f/1,4 bei Blende 2,8
      40x180 Sekunden, 10 Darks, 20 Flats, 50 Biasframes; Gestackt mit DSS, bearbeitet mit Fitswork, Regim, Photoshop, Gimp.

      Die Bedingungen waren wirklich gut, H & Chi mit bloßem Auge als Nebelfleck auszumachen, einzig Streulicht von der Straße hat etwas gestört, da die Objekte am frühen Abend
      bei mir noch ziemlich tief in Richtung Straße stehen.
      Bei der Bildbearbeitung habe ich diesmal gar nicht so viel "rumgedoktert", ich habe das Summenbild gleich durch Regim zwecks Farbkalibrierung gejagt, dann mit Fitswork das Histogramm gestreckt und den Gradienten (von den Straßenlampen) entfernt und in Gimp 50% Farbe drauf. Mit HLVG musste ich aber trotzdem nochmal drüber. Wo zum Geier
      kommt am Himmel das Grün her?
      Mit der Farbe hab ich mich an Karsten seinem Bild orientiert, das scheint bei mir am Monitor so etwa hinzukommen.

      PS: Hier noch eine Version, wo ich versucht habe, die Nebel ein wenig besser rauszubekommen:


      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „mic“ ()

      Hey Micha,

      ein schönes Gebiet und trotz der vielen Sterne gehen die Nebel bei deiner Bearbeitung nicht unter :thumbsup:
      Die letzte Version ist von den Farben her schon besser, mMn. bzw. auf meinem Laptop aber immer noch deutlich blau. Ich habs mal mit Photoshop etwas angepasst:



      Hier sehen die Staubnebel bei mir neutraler bzw. bräunlicher aus.

      Grüße,
      Marcus
      Hallo Jens und Markus!
      Vielen Dank für euere Kommentare!

      fehlfarbe schrieb:

      trotz der vielen Sterne gehen die Nebel bei deiner Bearbeitung nicht unter

      Da hab ich auch ganz schön rumjonglieren müssen in Photoshop, bis man eine brauchbare Ebene gebastelt hat, wo nur die Nebel drauf sind
      und wo dann auch der Hintergrund halbwegs so bleibt, wie er war. Hat aber zumindest bei dem Bild ganz gut geklappt.

      fehlfarbe schrieb:

      Die letzte Version ist von den Farben her schon besser, mMn. bzw. auf meinem Laptop aber immer noch deutlich blau.

      Ich hatte nun versucht, nicht selbst an den Farben rumzuspielen. Bei der vorletzten Version hatte ich Regim zur Farbkalibrierung genommen, was aber wohl nicht immer ganz korrekt ist, was die Farben anbelangt.
      Bei der zweiten Version habe ich Excalibrator genutzt. Parallel habe ich das Bild immer nochmal auf dem Ipad gecheckt, was ja laut Hersteller fast zu 100% den Adobe RGB-Farbraum darstellt, eine Farbabweichung Delta E von unter 3 und eine perfekte Grautreppe hat. Und da fand ich die letzte Bearbeitung eigentlich ganz ok.
      Deine Bearbeitung (du musst mir mal sagen, wie du das Bild farblich verändert hast) sieht so viel wärmer aus, keine Frage, aber was ist nun richtig? Wenn ich zum Schluß nochmal an den Farben drehe, dann ist die Farbkalibrierung doch irgendwo sinnfrei ?(
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
      Hey Micha,

      hm ja mit dem Kalibrieren ist das so eine Sache...bei Theli kommen die (RGB) Bilder eigentlich farblich immer recht gut raus. Da werfe ich bei der Nachbearbeitung nur noch den HLVG/SCNR drüber. Regim hatte ich früher auch mal verwendet, aber da wurden meine Bilder immer so Bononfarben :D

      Probleme beim Kalibrieren würden mir jetzt folgende einfallen:
      - Ausgebrannte Sterne, dadurch keine Farbinfos mehr
      - Farbfehler an den Sternen

      Das könnte beides bei Widefields recht schnell zutreffen, wenn die Sterne klein und ausgebrannt sind und Farbsäume haben. Zudem hatte ich damals im Theli Forum gelesen, dass man direkt nach dem Stacken die Farbkalibrierung durchführen soll.

      edit:
      Ach so, in Photoshop habe ich nur eine Tonwertkorrektur Ebene erstellt und bin dort auf die mittlere Pipette gegangen und habe damit einen neutralen Hintergrundbereich im Bild gesucht.

      Grüße,
      Marcus

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