Spielzeug oder doch mehr? - Update 23.11.2025 - nun im EQ-Modus

  • Hallo Jörg,

    na dann viel Erfolg mit dem kleinen Racker. Wirst sicher viel Spaß damit haben. Auf deine Ergebnisse bin ich schon gespannt.
    Kommt bei mir immer dann zum Einsatz, wenn keine Zeit bleibt für große Aufbauten und das Wetter passt.

    Willst du das S50 im AZ- oder EQ-Modus betreiben?
    Ich bin komplett auf EQ umgestiegen.

    VG
    Frank

    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
    Grüße und cs
    Frank
    http://www.astrofanweb.de

  • Muss ich noch sehen, hängt evtl. auch vom Einsatzort und Einsatzfall ab (z.B Sonne, Mond oder eben DS)
    Werde also wahrscheinlich beide Modi nutzen.

    Gruß
    Jörg

    Balkonsternwarte "BRB NORD-WEST"


    8" Newton 8" f/2,9 auf ZWO AM5 + Uni 18 (im Feld)
    GSO 8" RC f/8 auf Wave-100i u. Säule (Balkon)
    EOS 6Da/60Da, ASI294MC PRO, ASI533MM/MC PRO
    ZWO Seestar S30

  • Hallo,

    liebe Grüße aus dem schönen Tirol.
    Habe auch hier das Seestar dabei - Aufnahme im EQ-Modus.

    LBN66 (B72 - Snake-Nebula) ist von hier aus zwar gut erreichbar, allerdings habe ich über die Ortslage von Serfaus aufnehmen müssen. Leider sind hier die Licht-Bedingungen in den letzten 20 Jahren sehr viel schlechter geworden.
    Deshalb gestaltete sich die EBV etwas kompliziert, zumal ich das hier an meinem Laptop-Bildschirm nicht sonderlich gut einschätzen kann, ob es farblich passt.

    Es sind 360s Aufnahmen mit 10s zusammen gekommen, die ich auch alle mit APP gestackt habe. Weiter dann in Pi und final mit PS bearbeitet.

    VG
    Frank

    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
    Grüße und cs
    Frank
    http://www.astrofanweb.de

  • Astrofan November 24, 2025 at 12:04 AM

    Changed the title of the thread from “Spielzeug oder doch mehr? - Update 05.07.2025 - nun im EQ-Modus” to “Spielzeug oder doch mehr? - Update 23.11.2025 - nun im EQ-Modus”.
  • Hallo Frank,

    sieht richtig gut aus !
    Es ist schon schwindelerregend - in den Anfangsjahren meiner Astro-Praxis lagen solche Aufnahmen jenseits aller Möglichkeiten selbst der am besten ausgerüsteten Amateure.

    Heute macht das Smartscope das alles alleine.

    Allerdings auch ein Grund dafür warum ich mich mit Deep Sky Fotografie weiterhin nicht mehr intensiver beschäftige. Warum viel Energie in etwas stecken, das heute jeder Anfänger kann ?
    Selbst User die frei sind von jeglichem astronomischem Wissen können das - und vermutlich (zunächst) besser als ich.

    Vielleicht. . . . vielleicht versuche ich mich in der Weihnachtspause mal an Deep Sky Schwarz-Weiß. Keine Farbe. Nur Graustufen.
    Vielleicht.

    Vorrangig wird Jupiter für mich von Interesse sein.

    Alles Gute und klaren Himmel wünscht

    Martin

    Grenzenloses Staunen . . . .

  • Warum viel Energie in etwas stecken, das heute jeder Anfänger kann ?

    Hallo Martin,

    mit dieser Aussage kann ich nur teilweise mitgehen.

    Sicherlich kann man mit dem Seestar als Anfänger schöne schnelle Fotos machen. Aber um ein solches Ergebnis zu erzielen, braucht es schon Geduld (Belichtungszeit) und viel nachträglicher EBV (Astropixelprocessor, Pixinsight, Photoshop).

    So einfach bekommt man ein solches Ergebnis mit dem Seestar allein nicht hin.

    Vielleicht. . . . vielleicht versuche ich mich in der Weihnachtspause mal an Deep Sky Schwarz-Weiß. Keine Farbe. Nur Graustufen.
    Vielleicht.

    Das wäre mal was. Würde mich total interessieren.


    VG Frank

    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
    Grüße und cs
    Frank
    http://www.astrofanweb.de

  • Hallo Frank,


    ich wollte nicht respektlos erscheinen. Deine Expertise in der Bildbearbeitung ist mir durchaus bewußt und ich weiß natürlich, daß die Biler SO nicht vom SeeStar geliefert werden.
    Könntest Du vielleicht dennoch mal ein Originalbild vor Deiner Weiterverarbeitung hier zeigen, ich fände das sehr interessant.

    Dennoch kann auch jeder Anfänger frei von jeglicher astronomischer Fachkenntnis damit passable Astrofotos machen ohne sich mit so lästigen Dingen wie Polausrichtung, Nachführkontrolle, Fokussierung. . . .draußen beim Teleskop stehen . . .herumschlagen zu müssen.
    Mag nostalgisch verklärt sein aber früher war´s spannender - was Du natürlich weißt, denn Du betreibst das ja auch noch mit dem nicht-smarten Equipment.

    Mag auch damit zusammenhängen daß sich Astronomie auch im Amateurbereich immer mehr primär am Computer abspielt.
    Mir reicht gerade schon, was ich alles an Softwarewissen erwerben muß um mich sinnvoll mit Spektroskopie beschäftigen zu können.

    Irgendwie sprach mir da Ralf Burkart im aktuellen "Astronomie-Das Magazin" in seinem Beitrag aus der Seele bzgl. Aufnahmen machen und Bildbearbeitung hinterher (hier an Jupiter): "Was ich aber weiß, ist, dass es mir mehr um den Prozess des Jagens geht und nicht so sehr um das Polieren einer Trophäe"

    Ich sehe auch, daß das Seestar natürlich auch für mich entlastend sein könnte wenn es um Aufnahmesequenzen variabler Sterne geht - bei denen ich wirklich primär am Resultat interessiert bin und weniger an der Erstellung der Aufnahmen.


    Deep-Sky-Fotografie, rein greyscale, das könnte mich wirklich reizen. Mal sehen, ich fange vielleicht mal recht simpel im Orion an.

    Alles Gute und klaren Himmel wünscht

    Martin

    Grenzenloses Staunen . . . .

  • Hallo Frank,

    vielen Dank für's Zeigen der Bilder, die du mit dem Seestar aufgenommen hast. Die überzeigen mich schon davon, dass diese kleinen Systeme weit mehr als eine Spielerei sind. Das sind schön bearbeitete Aufnahmen, und der Rohstack von M1 zeigt, was für Potenzial in den Aufnahmen steckt. Für den Laien wird es dann schwierig zu begreifen, dass erst am Computer bei der Bildverarbeitung die eigentliche Arbeit beginnt.

    Ich habe bei dem Rohstack mal unter Verwendung der Sensordaten den FWHM-Wert bestimmt. Er liegt unter 5", und ich finde, das ist schon sehr respektabel und Hut ab vor den Entwicklern, die einen einfachen APO mit einem kleinen Sensor kombiniert haben. Irgendwie bin ich gespannt, ob da noch eine größere Variante entwickelt wird. Das Konzept finde ich jedenfalls toll. Und mit 8MP anstelle der 2MP jetzt, 60 oder 70mm Öffnung, wer weiß, was da noch kommt. Und irgenwie sind die großen Remote-Systeme ja auch nichts anderes, nur eben oftmals Highend. Was bei diesen kleinen Seestar-Systemen auf jeden Fall stimmt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Ein Freund von mir hatte sich im Sommer ernsthaft damit beschäftigt, einen Seestar50 anzuschaffen. Die Terrasse seiner Wohnung zeigte bloß ziemlich genau Richtung Norden. Die Auswahl an Aufnahmeobjekten war da nicht besonders groß. Ich sagte ihm, fahr doch die 15km aus der Stadt raus und stelle das Ding an den Ackerrand. Da sagte er mir, was soll ich denn die ganze Zeit über da draußen machen? Na ja, unbeaufsichtigt lassen würde ich es auch nicht. So ist dann leider nichts draus geworden.

    *

    Hallo Martin,

    das hat mir sehr gefallen: Die pure Jagdlust. Bei mir sind es eben die weit südlich stehenden Objekte. Entweder bei mir zu Hause am Feldrand mit Blick nach Süden, oder wie auf Teneriffa 1996 die Jagd auf α Crucis (dem ist ein ganzer Beitrag in irgendeinem Jahrbuch "Kalender für Sternfreunde" Anfang der 90er gewidmet). Da stelle ich die nächsten Tage mal was rein.

    Viele Grüße

    Micha

    Ich bin Michael
    Mein Beobachtungsplatz ist der Balkon meiner Wohnung in der Hennigsdorfer Innenstadt.
    Der Balkon ist in der vierten (obersten) Etage eines Wohnhauses. Er liegt in fast perfekter Südlage mit sehr guter Horizontsicht.
    Meine besondere Leidenschaft gilt der Fotografie weit südlich stehender Objekte.

  • Hallo Micha,

    auch dir einen lieben Dank für deine Rückmeldung. Ja ich bin auch überrascht von den niedrigen FWHM-Werten.

    Naja den Seestar würde ich auch nicht unbeaufsichtigt irgendwo hinstellen wollen. Da ich aber auf Balkonien von NO bis S relativ freie Sicht habe, ist die Auswahl an Objekten doch recht groß.

    VG

    Frank

    Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
    Grüße und cs
    Frank
    http://www.astrofanweb.de

  • Hallo Frank,

    vielen Dank für das Rohbild.
    Natürlich muß das noch bearbeitet werden aber es steckt schon sehr viel darin

    Hallo Micha,

    ja, das mit der Jagdlust hat mir auch gefallen. Der Autor des Beitrags hat im Grunde in Worte gefasst was mir am Hobby Freude macht.
    Jetzt kommt erst mal Jupiter - und die Jagd kann beginnen.

    Alles Gute und klaren Himmel wünscht

    Martin

    Grenzenloses Staunen . . . .

  • Moin Frank!

    Ganz tolle Bilder, die du uns hier zeigst. Am Anfang war die ganze Geschichte (auch von mir)etwas belächelt,

    aber das kleine Gerätchen zeigt über die Zeit doch, was in ihm steckt.

    Und mit 8MP anstelle der 2MP jetzt, 60 oder 70mm Öffnung, wer weiß, was da noch kommt.

    Das ist mittlerweile (zum entsprechenden Preis) schon im Jetzt angekommen. Das Celestron Origin mit dem 6“-RASA und tauschbarer Kamera ist da glaube ich nicht mehr allzu weit weg.

    Viele Grüße,
    Micha

    "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
    Meine Bilder auf AstroBin

  • Hallo Martin,

    nein, so würde ich das nun ganz und gar nicht sehen. Die Komplettsysteme Seestar S30 und S50 stellen sehr gelungene Kompromisse dar. Als Deep-Sky-Fotograf möchte ich aber natürlich mehrere Brennweiten abdecken. Beispielsweise nehme ich selber ja den ASKAR FMA135 (135mm), den 350mm f5/APO oder den 150/750mm GSO-Newton. Für noch längere Brennweiten steht bei mir noch ein ungenutztes LX200-GPS herum, kommt mit Reducer so auf 1500mm Brennweite. Experimentiert habe ich ferner mit einem 50mm Canon-Objektiv.Es wäre m.E. kaum nachvollziehbar, sich für jede Brennweite so ein Komplettsystem anschaffen zu wollen, selbst wenn das mit gutem Preis-Leistungsverhältnis daherkommt.

    Das ist das eine. Das andere bezieht sich auf die verbauten Sensoren: Sony IMX462 für das Seestar50, bzw. IMX662 beim Seestar30. Beide Sensoren wurden ursprünglich von ZWO eindeutig für die Sonne/Mond/Planeten-Kameras ASI462 bzw. ASI662 verbaut. Für mich als Deep-Sky-Fritzen wären diese Kameras nicht in Betracht gekommen: Als Guiding-Kamera zu gut, und als Aufnahmekamera nicht ausreichend. Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass für schlechte Aufnahmebedinungen, wie ich sie oft habe, eine Mono-Kamera dringend anzuraten ist. Die Sensordaten meiner 294mmPro sind sowohl was die Pixelgröße betrifft (2.32µm bei der ASI294 zu 2.9µm bei den IMX-Sensoren) als auch nach Pixelanzahl weit im Vorteil. Hinzu kommt die Möglichkeit der Sensorkühlung, die bei den Seestar-Systemen nicht vorhanden sind. Das würde sich wegen des hohen Stromverbrauches auch krass auf die Akku-Betriebsdauer niederschlagen. Das vorhandene Verstärkerglühen bei meiner ASI294 stellt überhaupt kein Problem dar, wenn man sich eine umfangreiche Masterdark-Bibliothek erstellt hat.

    Die vorhandene Mosaik-Funktion bei den Seestar-Systemen ist ist sicherlich eine feine Sache. Allerdings dürfte sich die Gesamtbelichtungszeit solcher Deep-Sky-Aufnahmen in der fantastischen Qualität der Bilder, die Frank uns gezeigt hat, so ab etwa 12 Stunden bewegen.

    Summa summarum bleibt festzuhalten: Bereits bei vier Aufnahmebrennweiten (s.o.) würde ich ganz sicher nicht auf vier Komplettsysteme zurückgreifen wollen (ganz unabhängig vom Preis).

    Viele Grüße

    Micha

    Ich bin Michael
    Mein Beobachtungsplatz ist der Balkon meiner Wohnung in der Hennigsdorfer Innenstadt.
    Der Balkon ist in der vierten (obersten) Etage eines Wohnhauses. Er liegt in fast perfekter Südlage mit sehr guter Horizontsicht.
    Meine besondere Leidenschaft gilt der Fotografie weit südlich stehender Objekte.

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