Hallo,
dem schließe ich mich gleich mal für den Abend des 29.03.2026 an. An diesem Abend hat es im oberen Erzgebirge doch noch aufgeklart. Einzelne kleine Wolkenbänke waren gegen 20:00 Uhr MESZ noch unterwegs, störten aber zu keiner Zeit. Trotz starker Erkältung wollte ich meine erste Sternbedeckung erleben, drum auf in den Garten und den Refraktor auf die Säule gehievt. Die Temperatur näherte sich schnell 0 Grad, auf 960 m Höhe aber jetzt Ende März durchaus normal.
Regulus konnte ich vor der Bedeckung zu keiner Zeit freiäugig erkennen. Liegt sicher auch an meinem Sehvermögen (als „Vierauge“ geht manches eben nicht). Im 130/910 TS APO konnte ich dann im 24er ES diese schöne Konstellation vor der Bedeckung genießen.
Das Seeing war leider schlecht. Gassendi, schön am Terminator gelegen, war bei der bewegten Athmosphäre kein Genuss. Aber es ging ja um eine Bedeckung. Um 20:28 MESZ war es soweit. Irgendwie hat man die Illusion, das es nicht so plötzlich passiert. Regulus war aber tatsächlich schlagartig weg. Eine sekundengenaue Zeit der Bedeckung habe ich nicht ermittelt. Ich wollte es visuell erleben. Natürlich wäre eine Kamera, die einen Zeitstempel in die Frames schreibt hier ein wissenschaftlicher Gewinn gewesen (bspw. QHY 533 mit GPS-Modul). Die IOTA-ES nimmt nämlich den genauen Zeitpunkt der Bedeckung gerne. Den Abverkauf der QHY bei Baader hatte ich aber nicht genutzt. Man kann ja nicht alles haben. Visuell so etwas mit eigenen Sinnen erleben hat auch was.
Den Austritt habe ich dann nicht mehr beobachtet. Die Rüsselpest++ schickte mich zurück ins Warme.
Viele Grüße
Guido