IC5070 Pelikannebel

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    • IC5070 Pelikannebel

      Hallo,

      habe mal den Nachbarn von NGC7000 abgelichtet - den bekannten Pelikannebel. Leider ist mir der Bildausschnitt nicht so geglückt wie geplant - der Kopf des Pelikans ist nur knapp drauf.

      Die Bearbeitung war diesesmal etwas anders als bei NGC7000. Im Ergebnis kommt Ha besser zur Geltung. Bin auch etwas dunkler geworden mit der Aufnahme. Nur leider ist das Rauschen hier doch schon zu sehen. Die Sterne sind auch nicht wirklich rund. Keine Ahnung, was das diesesmal wieder war. Bin aber dabei, mit PEC zu experimentieren. Vielleicht geht da was und die RA wird ruhiger.

      In der EBV war ich diesesmal mit PI, Fitswork und PS unterwegs. Vor allem in PS habe ich mit Sternmasken gearbeitet, um die beiden hellen dominanten Sterne ein wenig im Zaum zu halten. So ganz im Zaum sind sie nicht, aber es ist deutlich besser als das, was ich vorher hatte. Die Gradationskurve habe ich mit Fitswork bearbeitet. Leider konnte ich da nicht so weit gehen, wie es den Nebeln meiner Meinung nach gut getan hätte, da dann die Sterne wieder völlig aus brannten. Jetzt ist es ein Kompromiss.

      Womit macht Ihr Euere Sternmasken? Auch mit PS?

      Kritik würde ich mich freuen, wie immer :)



      Pelikannebel mit suboptimalem Ausschnitt und Sternen
      Datum: 15./16.07.2015
      Orion Optics 8" 900mm Newton auf EQ6 mit PHD Guiding an Lechner-Modul via TSOAG9 hinter MPCC. Aufnahme mit EOS 1000Da
      17x600s bei ISO400 und 14°

      Viele Grüße
      Michael
      Der Weg ist das Ziel!
    • Hallo Michael,

      wieder ein Top-Bild von Dir. Beachtlich, was Du mit der ungekühlten Kamera bei den warmen Nächten abbildest. gfgfgf
      Mit gefällt das Bild ausgesprochen gut. Kritik? Keine.

      Hellere Sterne sind bei mir auch noch ein Problem. Insbesondere mit dem Hyperstar bekomme ich "Tannenbaumkugeln".
      Ich arbeite ausschließlich mit PixInsight. Sternmasken können hier sehr einfach erstellt werden: Star Mask. Bei entsprechender Wahl der Parameter lasssen sich hellere oder feinere Sterne in der Maske abbilden. Kurvenanpassung mittels Curves Transformation.

      Um Aussagen zur Qualität der Nachführung zu machen, wären die Daten in PHD interessant. Wie sah der Verlauf der Korrekturen aus? Wie groß waren die RMS Werte bezüglich RA und Dec?
      Sterne scheinen in einer Richtung (vermutlich RA) - aber nur bei hoher Bildvergrößerung zu erkennen - eine kleine Ausbuchtung zu haben.
      PEC verwende ich bei langen Brennweiten. Der Autoguider hat dann weniger Arbeit und der Verlauf wird etwas glatter. Bin hier auf Deine Erfahrungen gespannt.

      Herzliche Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Michael,

      jetzt geht es aber los bei Dir. Das nächste tolle Bild. Das Rauschen finde ich jetzt nicht wirklich störend. ISO400 ist wahrscheinlich hier ein guter Kompromiss.

      Die hellen Sterne sind immer ein Problem mit DSLR. Ich nutze hier immer PI für die Sternmasken und strecke das Bild aus dem linearen Bereich mit "masked Stretch".
      Klaren Himmel wünschen

      Antina und Karsten

      astrokarsten.wix.com/farbe-des-universums/
    • Hallo Hans-Jürgen, Jens und Karsten,

      schön, dass Ihr dem Bild auch etwas abgewinnen könnt. Freut mich!

      @Hans-Jürgen: Mit den Sternmasken in PI habe ich eben auch wieder mal probiert. Da muss ich aber noch mehr spielen, bis das taugt. Momentan sind die Masken nie passend, meist zu klein.
      PHD hatte schon einen akzeptablen RMS, war jedenfalls nicht rot. Elongiert sind vor allem die kleinen, schwachen Sterne, in RA. Bei den fetten Brummern sieht man es gottseidank nicht. PEC habe ich gerade am Laufen, mal sehen, ob das was bringt.

      @Jens: Ja, Gelb heraus nehmen kann man da noch. Bin gerade noch am Herumspielen mit eXcalibrator, der nimmt vor allem Blau und Grün weg. Sieht weniger gut aus. Gelb dürfte besser passen.
      Astro Action? Ist das ein neues PS Action Paket? Kenne ich noch gar nicht. Habe bei mir nur Astra Image und AstroPlugins installiert bzw. die Astronomy Tools. Und ein paar aufgesammelte Actions von anderen Astrofotografen. Oder ist die selbst gemacht?

      @Karsten, danke für den Tipp mit "Masked Stretch", das hatte ich auch schon mal versucht aber wieder vergessen. Beim Test eben war es aber auch nicht besser als die PS-Methode. Allerdings schneller :).

      Interesante Ergebnisse bekommt man aber mit AdaptiveStretch! Da sind die Kontraste ERHEBLICH stärker. Und nicht mal sooo verrauscht. Leider haut es einem dabei die Sterne nru so um die Ohren. Und die Masken in PI bekomme ich auf Anhieb noch nicht so gut hin - da muss ich noch mehr herumspielen. Die müssen viel weicher und größer werden...

      Mit dem Pelikannebel kann man sich ewig spielen. Ist ein sehr interessanter Nebel, vor allem, wenn man gutes Datenmaterial hat. Da macht es dann richtig Spaß!

      Klaren Himmel wünscht
      Michael
      Der Weg ist das Ziel!
    • Hallo Micha,

      danke für die Rückmeldung :)
      Ja, die Mehrfachspikes habe ich auch schon bemerkt. Die stören mich aber eigentlich nicht, im Gegenteil. Da sind die Sterne nicht so langweilig... Aber das ist sicher Geschmacksache. Entweder lag es an der fetten Spinne, die ich heute weggescheucht habe, oder die Fangspiegelheizung hat sich gelockert.


      Viele Grüße
      Michael
      Der Weg ist das Ziel!
    • Hallo Michael!

      astromr schrieb:

      ja, mit einem Weizen an seiner Seite schreibt es sich ganz locker...

      Und nach 3 Gläsern Wein kann ich an deinem Bild auch keine Mehrfachspikes mehr erkennen, eigentlich kann ich
      gar keine Spikes mehr erkennen........... -.dgzjk! Prost
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
    • Hallo Micha,

      OK, nach drei Gläsern Wein ginge es mir da auch nicht anders - Prost :)


      Hallo Hans-Jürgen,

      Hans-Jürgen schrieb:

      PEC verwende ich bei langen Brennweiten. Der Autoguider hat dann weniger Arbeit und der Verlauf wird etwas glatter. Bin hier auf Deine Erfahrungen gespannt.


      also mit dem PEC der EQMOD-Lösung hatte ich keine Erfolge. Die Bilder sind alle mit elongierten Sternen. PHD zeigt mir deutlich größere Ausschläge und schlechtere RMS-Werte. Damit ist das Thema vorerst für mich erledigt - es ginge evtl. noch ein Test, bei dem ich die PEC-Daten speziell mit dem PEPrep-Tool, oder wie das heißt, bearbeite. Aber große Hoffnung mache ich mir da nicht.

      Viele Grüße
      Michael
      Der Weg ist das Ziel!