Mewlon 180C vs Celestron C8 ???

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    • Mewlon 180C vs Celestron C8 ???

      Hallo Freunde!

      Nach fast einem Jahr Abstinenz will ich meine Balkonsternwarte wieder (neu) eröffnen!

      Dazu brauche ich, Ihr ahnt es schon, als erstes ein neues Teleskop!
      Dazu stehen zur Auswahl: a) Takahashi Mewlon 180C und b) Celestron C8.
      Montierung und Periferie lasse ich jetzt mal außer acht!

      Was glaubt Ihr? Welche Optik eignet sich auf dem Balkon mehr!? Rein visuell und nur für die Planeten?!
      Das C8 mit dem geschlossenen System(!)? Oder der Mewlon mit der wahrscheinlich kürzeren Auskühlzeit, weil vorne offen!?
      Oder anders gefragt: Ist die Schmidtplatte des C8 nun eher von Vorteil, auf dem Balkon(!), oder doch eher von Nachteil, verglichen mit dem offenen Rohr des Mewlon?!

      Mit welcher Optik, glaubt Ihr, hätte ich, ein wohl fortgeschrittener (Neu-)Einsteiger, mehr Freude?!
      Welche der beiden Geräte wird Eurer Meinung nach wohl die besseren Ergebnisse liefern?!

      Beste Grüße, Frank

      PS: Auch Beiträge/Antworten die der Theorie entspringen, interessieren mich sehr! Aber natürlich auch jede praktische Erfahrung! Danke!

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von FrankyDschie ()

    • Hallo Frank

      Willkommen im Forum.
      Das Takahashi kenne ich leider nicht. Aber ich denke, mit dem C8 machst du nichts falsches. Ich würde aber die Variante EdgeHD nehmen, weil die besser korrigiert sind. Evtl. sogar das C11. Je grösser die Öffnung, je besser die Auflösung. Das wird sich z.B bei der Beobachtung der Saturnringe bemerkbar machen, oder beim Trennen von Doppelsterne.

      Ich habe selbst auch das C8 EdgeHD, nachdem ich mir zuerst ein RC8 zulegen wollte. In erster Linie auch für die Beobachtung von Objekte aus dem Sonnensystem. Gegen das RC habe ich mich entschieden, weil die Justierungnicht ganz trivial ist.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Marlene!

      Danke für das Willkomm!

      Ja, was die Justierung angeht, soll das/der Mewlon ja auch nicht ganz einfach sein! Allerdings doch einfacher, als gemeinhin behauptet wird! So wie Herr Thurner von ICS das in einer Mail beschreibt, traue ich mir das schon zu!

      Größer als 8 Zoll will ich übrigens nicht gehen, der Montierung wegen! Die wird dann nämlich ja auch immer größer und schwerer! Auch wenn es "nur" auf den Balkon geht, so will ich diese riesigen Achskreuze und bockschweren Gewichte doch nicht mehr schleppen!

      An ein EdgeHD hatte ich natürlich auch schon gedacht! Mir wurde allerdings bei Astroshop versichert, dass - außer der Optimierung für die Astrofotografie - kein Unterschied zur Optik eines "normalen" C8 bestünde!? Aber meine Frage an Astroshop bezog sich auch mehr auf die Spiegel und auf das Spiegelshifting!
      Aber was ist mit "korrigiert" überhaupt gemeint?! Die Farbkorrektur kann es ja nicht sein?! Die spielt bei Spiegeln meines Wissens ja keine Rolle! Also was genau wird da korrigiert?!

      Beste Grüße, Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FrankyDschie ()

    • Hallo Frank

      Jedes Spiegelteleskop weist zum Rand hin ein Coma auf. Bei Newton-Teleskop, wird dieser Fehler mit einem Komakorrektor ausgeglichen, bei SCT''s geschieht das durch die Schmidtplatte. Bei der EdgeHD-Serie ist das besonders gut korrigiert, so das fast kein Fehler mehr vorhanden ist.

      An der EdgeHD-Serie kann man das Shifting mit 2 Schrauben abstellen. Ich weiss nicht, ob es diese Vorrichtung an den normalen SCT gibt.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Moin!
      Du hast ja schon recht genau vorgegeben, was du willst, nämlich Planeten visuell vom Balkon, möglichst nicht so schwer, damit sich die
      Dimensionen der Montierung in Grenzen halten. Daher kann man deine Vorauswahl, zumindest was das Optikdesign betrifft, gut nachvollziehen.
      Jetzt ist es natürlich schwer jemanden zu finden, der ein Mewlon und ein C8 hat bzw. hatte, um hier Aussagen aus der Praxis zu bekommen.
      Daher fang ich mal so an: Was ist für ein Planetenteleskop wichtig?
      Ich denke mal möglichst viel Öffnung, ein großes Öffnungs / Brennweitenverhältnis, wenig Abschattung durch den Sekundärspiegel, Optische
      Qualität der Spiegel, gute Reflexionsunterdrückung in Tubus und Blendrohr, Tauanfälligkeit. Das Auskühlverhalten bzw. die Auskühlzeit
      setze ich mal ganz hinten an, da es mehr ein "Luxusproblem" ist.

      Was ich jetzt als nicht als so wichtig empfinde ist die Feldkorrektur, das Gesichtsfeld (Blendrohrdurchmesser) und das Spiegelshifting, da hier Planeten visuell beobachtet werden sollen.
      Und dann kommt noch der Preis hinzu, das Mewlon kostet immerhin mehr als doppelt so viel wie ein C8 XLT-
      Ich persönlich würde da doch zu dem C8 greifen, vielleicht sogar zu einem C9,25.

      Tommy66 schrieb:

      warum ist Deine Auswahl nur auf diese 2 Teleskope gefallen? Live beobachten und nur Planeten, da würden mir meiner Meinung nach andere Fernrohre einfallen...


      Dann lass uns doch mal an deinen Überlegungen teilhaben.......
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
    • Hallo zusammen,

      zur Beobachtung von Planeten würde nich mir ein Teleskop wünschen, was eine prima optische Qualität hat, wie es Micha schon geschrieben hat.

      Ich würde drei Typen in die engere Auswahl nehmen:

      -- Ein SC Teleskop ohne EdgeHD wenn DeepSky nicht benötigt wird. Hier ein C8 oder besser ein C9.25
      -- Den Skywatcher Mak Skyma 180/2700
      -- Warum keinen Dobson mit grosser Spiegelfläche? Für 1000 Euro gibt es hier 12 Zoll

      Servus Frank,

      warum ist Deine Auswahl nur auf diese 2 Teleskope gefallen? Live beobachten und nur Planeten, da würden mir meiner Meinung nach andere Fernrohre einfallen...

      Gruß aus Bayern
      Tommy


      Lieber Tommy wie sind deine Gedanken zum Thema. Du hast wie Du geschrieben hast schon darüber nachgedacht.
      Klaren Himmel wünschen

      Antina und Karsten

      astrokarsten.wix.com/farbe-des-universums/
    • Hallo Karsten!
      Also, ein 12" Dobson ist sicher eine feine Sache, Öffnung ist halt durch nichts zu ersetzen als durch noch mehr Öffnung, aber
      mal ehrlich, der Trumm ist alles andere als transportabel und für den Balkon geeignet. Ich habe ja auch ein 12" f/5, und
      den auf und abzubauen, das ist alleine schon sehr grenzwertig. Zumal bei hohen Vergrößerungen das Nachführen von Hand
      dann auch recht fummelig wird. Entspanntes Beobachten ist dass dann nicht.
      Der Mak ist halt ne Alternative, auch weil der Sekundärspiegel kleiner ist, kostet aber geringfügig mehr als das C8 bei kleinerer Öffnung
      und wiegt 2 Kg mehr durch die schwere Meniskuslinse.
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
    • Hallo Leute!

      Vielen Dank für Eure rege Anteilnahme!

      Folgendes: Meines Wissens nach ist das größte Problem auf dem Balkon - nach wenig Platz und eingeschränkter Blickrichtung - die Thermik! Die Wärmeabstrahlung von der Hauswand stört empfindlich das Seeing! So dass ich ab einer Öffnung von 8 Zoll fast immer eine "Seeingzelle" vor der Nase habe! (Auf dem Balkon kann schon das Bild kaputt sein, wenn nur der Nachbar unten die Balkontür öffnet!)
      Das will ich möglichst umgehen, indem ich von daher nicht über 8 Zoll gehe!
      Bleibt - wenn man mal nur das Seeing betrachtet - das Tubusseeing! Und genau da setzt eigentlich meine Frage an: Welches der beiden Systeme (C8 vs Mewlon) hat jetzt wohl weniger mit Tubusseeing zu tun? Das geschlossene C8-System? Oder doch das Mewlon, das eben dadurch, dass es vorne offen ist, doch sehr viel schneller ausgekühlt ist?!
      Oder hat das Tubusseeing noch ganz andere Ursachen/Gründe?! Wer weiß da bescheid?!

      Beste Grüße, Frank

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von FrankyDschie ()

    • Hallo Frank,

      ich kann dir bei deiner Entscheidung nicht weiterhelfen, da ich beide Teleskopsysteme noch nie direkt miteinander vergleichen konnte. Ich selbst beobachte Planeten mit einen Maksutov.

      Bezüglich des Mewlon 180C befindet sich in der Zeitung Abenteuer Astronomie vom Februar/März 2018 (13. Ausgabe) ein 4-seitiger Bericht. Solltest du diesen nicht kennen, kann ich dir diesen gerne per Mail zusenden.

      Gruß

      Kurt
      Viele Grüße
      Gordian

      >> Meine kleine Astro-Webseite <<
      Ps: Astrofotografie setzt Geduld und Leidensfähigkeit voraus! -.dgzjk!
    • Und der Artikel beantwortet sogar die Frage von Frank. In den "Cons" steht: Benötigt sehr gutes Seeing! Damit würde meine Entscheidung auf ein SCT fallen. Ob mit oder ohne EdgeHD ist eher ein Luxusproblem, wenn man sich auf Sonnensystem beschränkt.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Kurt! Hallo Marlene!

      Vielen Dank für den Hinweis!

      Ja, die "Abenteuer Astronomie" habe ich! Hab ich natürlich auch schon drei mal gelesen!
      Aber stimmt: Der Hinweis "benötigt sehr gutes Seeing" sollte mir zu denken geben! Denn das doppelte für ein Rennpferd ausgeben, wenn ich doch nur einen "Acker" habe, wäre ja nun nicht mal mehr Luxus, sondern glatt Dekadenz! Aber das ist eben (vielleicht) doch die andere Seite meiner Frage: Kann das Mewlon auf dem Balkon (auf meinem Balkon???) überhaupt seine Excelenz im Vergleich mit dem C8 ausspielen - rein technisch?! Oder doch eher nicht?! Denn sonst machte es ja keinen Sinn!

      Da werde ich auf jeden Fall nochmal Herrn Thurner von ICS genauestens befragen! Er verkauft ja beides: Takahashi und Celestron! Und er kennt sich mit beidem wirklich aus!

      Vielen Dank Euch allen für Eure Hilfe auf der Suche nach der Wahrheit!

      Beste Grüße, Frank
    • Hallo Frank

      Die Seeing-Probleme könnten u.U. auch ein C8 betreffen. Am Sichersten wärst möglichweise mit einem Refraktor aus dem gleichem Haus. Der ist dann auch kontrastreicher wegen der fehlender Obstruktion. Ansonsten bekommst du mit dem C8 mehr Teleskop für weniger Geld, und dann auch etwas universeller.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Marlene!

      Ja, Refraktor! Aber da kommt maximal ein 4 Zöller in Frage - schon allein preislich (ca. 2.450,00 € für ein Takahashi)! Der kann maximal bis 200 fach sinnvoll vergrößern! Das ist visuell am Planeten a little bit wenig!
      Ich könnte natürlich auch z.B. einen APM Refraktor nehmen, der wäre viel billiger! Aber da könnte ich bis vielleicht 120 mm gehen?! Bei sinnvoll ca. 240 fach (auch nicht sehr viel mehr)?! Und dann das riesen Ungetüm! Ich wollte eigentlich möglichst kompakt bauen, kurze Optik, leichtere Monti!
      Das wird nichts für mich! Sonst - da gebe ich Dir recht - sind/wären Refraktoren auf dem Balkon die bessere Wahl!

      Und was das Seeing-Problem beim C8 angeht, muss ich auch sagen: Stimmt: Der C8, als die größere Optik von beiden, ist prinzipiell ja sogar Seeing-anfälliger als der kleinere Mewlon!
      Das war ja genau meine Frage: Ist das C8 auf der einen Seite zwar Seeing-anfälliger, der Mewlon auf der anderen Seite dafür aber (Fragezeichen!) Tubusseing-anfälliger?! Relativiert sich das Ganze also?!
      Ich vermute ja, dass die Differenzierungen da so minimal ausfallen, dass eigentlich nur der direkte Vergleich weiterhelfen könnte! Und dass es da letztlich einfach auch Geschmackssache ist!

      Ich warte ab und bin gespannt, was Herr Thurner sagt! Denn der kennt nun tatsächlich beide Geräte! Ich schätze, bis Mitte der Woche ist er wieder zu erreichen! Er war nämlich mit ICS gerade auf dem ITV!

      Ich werde berichten, was er sagt!

      Beste Grüße, Frank
    • Hallo Frank

      Um es kurz zu machen: Ohne Kompromisse einzugehen, wird da nichts machbar sein.
      Ich kann dir nur sagen, was ich nehmen würde. Das wäre immer noch der C8. Im Zweifel auch ein kleineres Gerät.

      Die Ideal-Lösung wird es wohl nicht geben. Aber das Mewlon wäre für mich nicht attraktiv genug, speziell wegen dem starken Koma aufgrund der speziellen Optik. Dann doch lieber ein RC, statt ein Dall-Kirkham.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo nochmal zusammen!

      Hier, wie versprochen, die Antwort-Mail von Herrn Thurner von ICS zu meiner Frage:


      MAIL-ANFANG:


      Hallo Herr Geiges,



      > Hatten Sie eine schöne Zeit auf dem
      > Teleskoptreffen?!


      Wie immer war es der Stress pur. Vom ITV allerdings mußte
      ich mich nicht erholen, sondern von einem Virus, den ich mir am ATT in der
      Menschenmenge eingefangen habe. So ist das nun mal, aber jetzt bin ich wieder
      auf dem Damm.


      > Ich möchte Sie gerne noch einmal zum Thema
      > "Planetenteleskop auf dem Balkon" befragen:
      > Folgendes: Der Mewlon würde mich prinzipiell schon
      > sehr reizen!
      > Die Koma schreckt mich nicht! Und die Justierung
      > schreckt mich ebenfalls nicht!
      > Die im Vergleich zum C8 kleinere Öffnung sehe ich
      > hier außerdem als Vorteil an, was das Seeing betrifft - wie Sie mir
      > das ja bereits erklärt haben!

      > Bleibt für mich die Frage nach dem Tubusseeing! Und
      > das ist mir eben nicht ganz klar:
      > Hat nun das C8 mit der Schmidtplatte das größere
      > Tubusseeing-Problem? Oder der vorne offene Mewlon?!
      > Eigentlich würde ich sagen, das C8 mit dem
      > geschlossenen System,kommt dem Refraktor näher, heißt: Weniger Tubusseeing.
      > Aber ich würde genauso gut sagen: Der Mewlon kühlt
      > sehr viel schneller aus - dadurch, /dass/ er eben vorne offen ist - und
      > hat somit weniger Tubusseeing-Probleme!

      > Was ist richtig?!


      Beides ;-). Wie schon mal dargelegt, ist die Frage über
      die Zeit zu diskutieren. Das C8 liefert Ihnen instantan ein nettes und
      brauchbares Bild ohne große Auskühlung. Da die Wärme aber aus dem Tubus nicht
      weg kann, hinken die SC-Systeme immer der fallenden Nachttemperatur hinterher.
      Der perfekte Auskühlungszustand wird nie erreicht.

      Das Mewlon zeigt dagegen anfangs ein turbulentes Bild,
      scheinbar schlechter als am C8. Aber das Mewlon kühlt aus und irgendwann hat es
      das C8 eingeholt und überholt.

      Die Frage stellt sich also nach der Geduld. Wer schnell
      mal spechteln will, hat mit dem C8 eine sehr gutmütige Optik und braucht sich
      über die Rahmenbedingungen kaum Sorgen machen. Beim Mewlon hat man eine Optik,
      die im ausgekühlten Zustand brillant ist ist und wer darauf nicht warten kann
      und will, hat leider auf das falsche Pferd gesetzt.


      > Und zweite Frage:
      > Wie entscheidend ist in dieser Sache (Mewlon vs C8 auf der Balkonsternwarte) das Tubusseeing überhaupt?!


      Beide Optiken haben vor der Nase vermutlich eine
      recht turbulente Luft. Die Bedingungen können aber vom Balkon aus sehr
      unterschiedlich sein, je nach Lage, Ausrichtung uvm. Eine größere Öffnung
      leidet unter diese Thematik natürlich eher als eine kleinere, wobei
      hier (beim Mewlon und beim C8) der Unterschied irrelevant ist.


      > Gibt es vielleicht ganz allgemein noch ganz andere
      > Kriterien - aus Ihrer Sicht -, die jetzt eben doch mehr gegen den Mewlon
      > sprächen, als gegen das C8?!


      Das C8 oder SC-Systeme im allgemeinen haben mehr
      Backfokus. Man kann leichter ein Binokular anschließen. Das Mewlon ist mit
      dem Korrektor leichter fotografisch nutzbar (Langzeitbelichtungen!),
      das ist für Sie vermutlich kein Entscheidungsgrund.


      > Oder anders gefragt: Werde ich mit dem Mewlon - auf
      > dem Balkon - mehr sehen, als mit dem C8?! Oder umgekehrt?! Und warum?!


      In den meisten Fällen wird es kaum einen Unterschied
      machen, durch welche Optik Sie beobachten, weil ich das Seeing unter
      den genannten Voraussetzungen als begrenzenden Faktor ansehe. Die
      Vorteile des Mewlon werden sich nur an wenigen Tagen des Jahres zeigen,
      insbesondere eher im Frühling oder Herbst, wenn die Temperaturunterschiede
      gering sind.

      --

      Viele Grüße,

      Karl Thurner


      MAIL-ENDE.


      So also die präzisen und - wie ich finde - sehr geduldigen Antworten von Herrn Thurner!
      Das Ganze wird für mich also wohl noch eine Geschmacksfrage werden, wenn es soweit ist! Ich denke, da werde ich mich dann aus dem Bauch heraus entscheiden!
      Denn dann gilt es ja auch, mich selbst etwas besser kennen zu lernen: Schneller Spechtler? Oder brillanter Beobachter!?

      Euch einen entspannten Sonntag-Abend!

      Beste Grüße, Frank
    • Hallo Frank

      Besten Dank dafür, dass du uns die Antwort von Herrn Thurner teilst. So gesehen tendiert auch eher zum SCT.
      Ein Tipp hätte ich noch betref. Auskhlung. Mein Gerät befindet sich in einem Wetterfesten gelüfteten Schrank auf dem Balkon. So hat er immer +/- die Umgebungstemperatur, und braucht deshalb keine langen Auskühlungszeit. Zudem haben die Edge-Modelle noch Belüftungsöffnung. Für die normale SCT gibt es zwar noch so ein Auskühlungsystem in Form eines Stabes, welcher in den Strahlengang gesteckt wird. Damit wird im Inneren des Geräts Luft zum Auskühlen zugeführt. Ich persönlich habe damit keine Erfahrung damit, aber evtl. könnte damit Staub in das System eingeführt werden. Auch nicht schön...
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch