TS-Optics Säulenstativ 1.250 mm Höhe (HEQ-5)

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    • TS-Optics Säulenstativ 1.250 mm Höhe (HEQ-5)

      Hallo an alle Balkonisten... moinhghg

      ich bin einer von denen Ü70 und mit einem Häuschen im schönen Bottwartal (Mittlerer Neckar) ansässig.
      Habe jetzt doch noch die Kurve für Astro-Fotografie genommen, nachdem mir einige "Astronauten" den Mund wässrig gemacht haben.
      Heute kam die Spedition mit einer Skywatcher HEQ-5 Pro Synscan GoTo Montierung. Gebraucht, aber so gut wie neu.

      Kurz zu meinen Interessen:
      Fotografie begann bei mir schon 1958 im jungen Alter mit einer AgfaBox ... dann einige Jahrzehnte analog (div. Canon) und seit ca. 1999 nur noch digital, davon 10 Jahre gewerblicher Fotograf.
      Insbesondere Stacking und 360°(unsere Burg am Ort) ist zuletzt mein Thema, aber auch Video ist mit dabei. Habe ein kleines Studio und im Keller einen schönen TableTop und Stacking-Studio-Raum.


      Da wir auch seit 2 Jahren einen angebauten Stahlbalkon (10qm... mehr war in BW nicht erlaubt) mit Blick - himmelwärts - von Süden bis Nordwesten (einschl. Polarstern) haben, bietet sich dort an, einen festen Platz für Astro einzunehmen. Stromanschluss ist auch da.

      Das Standard-Stativ Skywatcher HEQ-5 Pro ist natürlich auch dabei... das dachte ich aber eher für die Pampa oder den Garten etc.


      Anfgangs hatte ich Überlegungen angestellt, an die Nord-West-Ecke des Stahlgeländers eine Konstruktion mit dem 40cm Säulenaufsatz zu basteln und dort für dauerhaft zu befestigen... aber 2 Gründe sprechen dagegen:

      1. Schwingungen/Erschütterungen, die das Gesamt-Geländer erzeugen könnte ...

      2. die Stelle wäre so weit außen, dass der Zugriff auf die Technik Richtung Süden schwierig werden könnte.


      Deshalb jetzt meine Frage:

      hat jemand eigene Erfahrungen mit einem Säulenstativ?


      Die Firma Teleskop-Express hat ja die Eigenmarke TS-Optics und bietet dort das Säulenstativ 1.250 mm Höhe (HEQ-5) an.

      Ist das was für meine Montierung?


      Was sind die Vor- und Nachteile aus praktischer Sicht?

      Kann das draußen zwar abgedeckt bei Wind und Wetter stehen bleiben?
      Oder ist das zu wackelig bzw. generell untauglich.

      Es würde mich freuen, wenn hier jemand so etwas schon mal auf seinem Balkon hatte und Erfahrungen sammeln konnte.

      Grüße
      Ekki
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
    • Moin Ekki

      und Willkommen bei den Balkonauten. Schön, dass du zu uns gefunden hast.

      Zu der TS-Säule kann ich nichts sagen, aber sie scheint ziemlich wertig zu sein, und das für unter 300 €.
      Besser geht dann ordentlich ins Geld. z.B. die Säulen von EuroEMC.

      Ich habe meine Säule selber gebaut und steht ganzjährig auf dem Balkon, inkl. Montierung und Optik. Das ganze wird mit einer Plane von Geoptik geschützt. Probleme gab es bisher noch nicht. Ich habe wie du ein HEQ5-Pro, welche ich vor kurzem auf Riemenantrieb umgerüstet habe.

      Ich wünsche dir viel Spass mit deinem Hobby.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Vielen Dank Marlene für die Mühe einer Antwort.

      Respekt vor der handwerklich perfekten Arbeit mit der Eigenkonstruktion. Das sieht hervorragend und stabil aus.
      Auf welche Höhe (unterhalb der HEQ-5-Montierung) hast Du die eigene Säule gebaut?

      Da mein Balkon eine spezielle Hohlkonstruktion mit doppeltem Boden (für den Wasserablauf) ist, kann ich darauf weder betonieren, noch auf den Planken etwas anschrauben.

      Daher die Idee mit dem frei stehenden Unterbau von TS-Optics Säulenstativ 1.250 mm Höhe (HEQ-5).
      Welche Säulenhöhe wäre überhaupt als ideal zu bezeichnen?

      Das Bild zeigt eine kürzere Version...

      .

      In Deutschland kostet das Teil 348 EUR + Versand ... wo hast Du die Ware in D unter 300 EUR gesehen?

      Könnte mir so ein Modell auch von meinem Bruder schweißen lassen... aber bei 300 EUR ist das zu viel Geschäft.

      Klar könnte ich auch das 3-Bein von Skywatcher hinstellen, aber die weit ausladenden Beine stören doch sehr und nehmen auf dem Balkon mehr Platz weg, als eine Säule.
      Knackpunkt ist die Stabilitätsfrage z.B. mit einem fetten 5.6/500mm-Objektiv.

      Vielleicht kommen ja noch weitere Hinweise.
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
    • Hallo Ekkehard,

      willkommen und viel Spaß im Forum.

      Die von dir genannte Säule besitze ich nicht.

      astro-cansoni schrieb:



      Welche Säulenhöhe wäre überhaupt als ideal zu bezeichnen?
      Wenn du die Säule nur für die Astrofotografie nutzen willst, würde ich eine nicht zu hohe Säule wählen, um den Schwerpunkt des Ganzen niedrig zu halten (schwingungsunempfindlicher).

      Was mir allerdings hier etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet ist dein Stahlbalkon (Auskragend oder mit Stützen unter den Außenecken?). Willst du die Säule auf die Holzplanken des Balkons stellen?
      Viele Grüße
      Gordian

      >> Meine kleine Astro-Webseite <<
      Ps: Astrofotografie setzt Geduld und Leidensfähigkeit voraus!
    • Hallo Ekki

      Danke für Dein Lob.

      Ich weiss es gerade nicht auswendig, aber ich glaube die Höhe der Säule liegt bei ca. 80cm. Sie ist nicht fest am Boden betoniert, sondern wurde auf einer standard-Betonplatte von 50 x 50 augebaut. Anfänglich hatte ich Probleme mit der Schwingung, weil die Originalplatten auf einen Stahlrost liegen. Inzwischen ist das ganze direkt mit dem Boden verbunden.

      Den Preis hatte ich bei TS gesehen, allerdings ohne MWSt. Deshalb hatte ich einen anderen Preis.

      Wie Gordian schon geschrieben hat, wurde ich nicht so eine hohe Säule nehmen. Ich hatte mich damals an den Schmidt-Newton gerichtet. Das Okular sollte noch einigermassen erreichbar sein.
      Aber sonst sind die Schwingungen auch ein Aspekt, den man nicht ausser Acht lassen sollte.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Kurt schrieb:


      astro-cansoni schrieb:

      Welche Säulenhöhe wäre überhaupt als ideal zu bezeichnen?
      Wenn du die Säule nur für die Astrofotografie nutzen willst, würde ich eine nicht zu hohe Säule wählen, um den Schwerpunkt des Ganzen niedrig zu halten (schwingungsunempfindlicher).
      Was mir allerdings hier etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet ist dein Stahlbalkon (Auskragend oder mit Stützen unter den Außenecken?). Willst du die Säule auf die Holzplanken des Balkons stellen?
      Hallo Kurt,

      wie erwähnt, ist der Balkon nicht sooo groß (5x2m). Das war das Maximum, was die Landesbauordnung in BW hergibt *grins*.

      Die Höhe der Säule sollte für die Technik/Objektive etc. auf jeden Fall Platz oberhalb des Geländers bieten... und da sind die 1,25m wie ich meine, gerade richtig und bequem von der Bedienung.
      Hier mal ein Ausschnitt-Foto vom Balkon...

      Ein zweites Bild vom Bau-Tag zeigt die Beplankung. Das sind sehr teure und hochwertige Kunststoff-Planken.

      Der Balkon selbst steht auf massiven Stahl-Stützen, die unten im Beton-Fundament verankert sind... darüber hinaus wurde der Balkon am Haus fixiert.
      Wenn man darüberläuft bemerkt man keine Erschütterungen...auch nicht bei Wind.
      Ich hätte da keine Bedenken ein Säulenstativ draufzustellen.
      Von den Materialien her gesehen war das keine Billiglösung hm, hm.
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
    • Marlene schrieb:

      Den Preis hatte ich bei TS gesehen, allerdings ohne MWSt. Deshalb hatte ich einen anderen Preis.

      Wie Gordian schon geschrieben hat, wurde ich nicht so eine hohe Säule nehmen. Ich hatte mich damals an den Schmidt-Newton gerichtet. Das Okular sollte noch einigermassen erreichbar sein.
      Aber sonst sind die Schwingungen auch ein Aspekt, den man nicht ausser Acht lassen sollte.
      Hallo Marlene,

      der günstigste Preis ist 348 EUR incl. Versand.

      Das Säulenstativ hat ja auch ein Eigengewicht und spreizt sich am Boden mit 90cm. Ich würde die schraubbaren Füße noch etwas nach unten optimieren, damit die Auflagefläche größer wird.
      Ich muss halt, um mehr aufs Bild zu bekommen, näher an das Geländer und da sollte die Technik auch bei einem längeren Objektiv (z.B. 500mm) nicht anstoßen.
      Klar, auf freiem Feld würde ich kein Säulenstativ nehmen, sondern das Originale von Skywatcher.
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von astro-cansoni ()

    • astro-cansoni schrieb:

      Ich habe weiter bei dem Problem der Stabilität überlegt und bin nun der Idee weitergefolgt, so ein Säulenstativ unten zusätzlich zu beschweren.

      Dieser runde Sandsack könnte doch einiges bewirken!

      Werde das voraussichtlich so einsetzen.
      Hallo Ekki

      Sofern die Säule hohl ist, was ich vermute, köönte man doch die Säule mit Sand auffüllen?
      Das hatte ich einmal an einem Alu-Stativ einer EQ3 gemacht. War danach deutlich stabiler... und schwerer.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Jetzt noch mal grundsätzlich die Frage (bevor ich mich da verzettele und Anschaffungen für die Katz wären):

      funktioniert denn Astro-Fotografie/Video überhaupt auf Balkonen, die an Häuser angebaut wurden?
      Dabei denke ich jetzt nicht an Dachterrassen oder ähnliche festen Gebäudelösungen, die ja bautechnisch nicht mit Balkonen zu vergleichen wären.

      Die Homepage BALKONSTERNWARTE deutet ja geradezu auf diese Problematik hin.
      Wer hat gute Erfolge bei welcher baulichen Grundlage?
      Wo hat es trotz vieler Versuche dennoch nicht funktioniert?

      Oder gibt es bereits frühere Seiten auf der Page, die das Thema beleuchten helfen?

      Ist das Standard-3-Bein von Sky-Watcher (HEQ-5 oder 6) wesentlich stabiler als ein Säulenstativ?
      Fragen über Fragen...
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
    • Hallo Ekki

      Natürlich funktioniert Astrofotografie auf dem Balkon. Gelengentlich ist jedoch mit Gebäudeseeing zu rechnen. Wir Balkonauten gehen da mit dem Hobby viele Kompromisse ein.

      dei HEQ-5 habe ich von Anfang an auf einer Säule betrieben. Von da her kann ich nicht sagen, was besser oder schlechter ist.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


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    • Hallo Ekkehard,

      die Abbildung, die Du eingestellt hast, zeigt aber meines Wissens nach die Skywatcher-Säule für die EQ-6 zum Preis von 274 Euro.

      Ich selbst nutze die Skywatcher für die EQ-5, da dort auch meine VIXEN GP-DX paßt.
      Mit der Stabilität der Säule bin ich sehr zufrieden und für mich von Vorteil ist, daß ich das komplette Equipment vormontiert auf die Terrasse rollen, und dann auf markierter Positon auf Schwingungsdämpfern fixieren kann.

      Viele Grüße,

      Martin
    • Hallo Martin und andere...

      mit dem Säulenstativ, dass ja unten ebenfalls rund 90 cm im Eck Platz benötigt, ist gegenüber dem Standard-Stativ nichts eingespart.
      Deshalb habe ich mich von der Idee mit dem Säulenstativ wieder entfernt und nehme das recht stabile 3-Bein plus der 40cm Erhöhung, damit ich mit der Technik über dem Balkongeländer bleibe.

      Danke für die Hinweise und Meinungen bisher.

      Bin gerade dabei für den Standplatz auf dem Balkon Strom und LAN wasserdicht zu installieren. Das dauert aber seine Zeit, denn der Router steht im Keller.
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
    • Hallo Ekkehard,

      ich sehe bei mir den Vorteil darin, daß ich nicht so schnell gegen die ausladenden Beine des Dreibeins rempele und um die Säule herum auch zwei kleinere Tische zur Materialablage und für´s Beobachtungsbuch positionieren kann.
      Aber letztlich muß da jeder sein Optimum finden - und mal ehrlich - das Herumtüfteln am erreichbaren Optimum gehört doch mit zum Reiz dazu.

      Viele Grüße,

      Martin
    • Hallo Martin,

      das "rumrollen" der Einheit auf dem Balkon würde bei mir nicht viel mehr bringen. Ich denke das ist von der Örtlichkeit, der Ausrichtung zum Himmel und der Balkonbaulösung abhängig.
      Also soll das Teil an einem ausgewählten festen Punkt mit Bodenmarkierung stehenbleiben.
      Ist schon klar: bei Dunkelheit sind die 3-Beiner, vor allem auf engen Balkonen ein Problem.
      Stolpern kann man aber auch über die 3 Beine der Säule.

      Das Optimum wäre eine Säule ohne Füße unten, z.B. eine Montage auf einer Stahlplatte. Der Nachteil dabei: das ganze dauerhaft im Wasser zu haben, korrigieren zu können.
      Für den Garten sind solche Baulösungen, wie die von Marlene bestimmt perfekt. Nur bei mir im Garten verhindern hohe Straßenlaternen mit hoher Leuchtkraft (jetzt sogar mit LED) solche Lösungen.
      Deshalb Balkon...
      Viele Grüße aus dem Bottwartal, Ekkehard
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