"Zwischen"-Refraktor

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    • "Zwischen"-Refraktor

      Hallo Balkonauten,

      schön das es ein Forum speziel für Hobbyastronomen die ihr tolles Hobby vom Balkon aus betreiben wollen oder müssen.

      Ich bin sozusagen ein "gemischt" Beobachter. Hauptsächlich vom Balkon aus, aber auch gelegentlich draussen auf dem Feld.
      Bin seit einem guten Jahr dabei und habe das Glück, das die Wohnung zwei Balkone hat. Der kleine Richtung Süden, da passt aber aller höchstens ein Maksutov (der gehört meiner Lebensgefährtin) drauf, so das man einigermassen komfortabel beobachten kann.
      Der größere Balkon Richtung SW W NW.

      Ich besitze einen 120/600 Achromaten (FH) für Rich-Field/Weitfeld und einen 127/1200 Achromaten. Beides ganz tolle Geräte mit gestochen scharfen Bild. Beide 2" fähig, was auch hauptsächlich benutzt wird.
      Der "kleine" geht auf beiden Balkonen. Der Große, da wirds auf dem großen Balkon sehr eng. OK ich könnt durchs Küchenfenster beobachten :rolleyes: , ist aber verständlicher Weise nicht wirklich prickelnd.

      Würdet Ihr Euch einen 102/1000 oder 120/1000 Achromaten anschaffen (das Geld mal außen vor)?
      Vom Platz her wäre diese Brennweite bestens.
      Er soll dann für die Mond und Planeten-Beobachtung genommen werden. Es würde auch nur um den Tubus gehen. Zenitprisma, Okulare, Filter etc. ist alles vorhanden.
      Warum ausschliesslich Refraktor?
      Ich finde diese Teleskope einfach klasse.
      Hoher Kontrast, scharfes Bild und noch recht gut zu finanzieren. Ja, OK, der viel beschworene Farbfehler, der mich nicht wirklich stört und es wäre auch angedacht, einen Finge-Killer oder Contrast-Booster anzuschaffen (was würde mehr Sinn machen?)

      Grüße Mathias
      und CS.
      Gruß und CS
      Mathias
    • Hallo Mathias

      Ich vertehe deine Frage nicht richtig.
      Du hast bereits einen 127/1200 und möchtest einen 102/1000 oder 120/1000 dazu kaufen? Was ist der Sinn dahinter?
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Mathias

      Wenn es dir um den Platz, warum ziehst nicht eine Mak oder gar ein SCT in Betracht?
      Auch wenn du ein Fan von Refraktor bist, ich würde mir das noch einmal richtig überlegen. Mit einem SCT bekommst du schnell mehr Öffnung und Brennweite für weniger Geld.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Marlene,

      Vorweg:
      Vielleicht hätte ich meine Frage anders stellen sollen.
      Wer hat Erfahrungen mit 102/1000 oder 120/1000 Achromaten zur Mond/Planetenbeobachtung ;-)?

      Also meine Überlegungen.

      mit MAK und SCT (Schmidt-Cassegrain-Teleskop) hab ich auch schon geliebäugelt.

      Dazu muss ich sagen, das wir (meine Lebensgefährtin und ich beobachten gemeinsam) einen MAK unser Eigen nennen, 127/1500.
      Der MAK hält, rein subjektives Empfinden, vom Bild her weder mit 120/600-er Achromat/Refraktor (FH) noch mit dem 127/1200-er Achromat/Refraktor (FH) mit.

      Liegt wohl hauptsächlich an der Abschattung des Sekundär-Spiegels des MAK, wie hoch die genau ist, weiß ich leider nicht, wird aber wohl bei ca. 30% plus liegen. Die haben zum Glück keine Streben für den Sekundär-Spiegel. Das gleiche würde wohl auch für einen SCT gelten.

      Kurzum, der Kontrastfaktor ist herabgesetzt.


      Wenn ich dann einen MAK in's Auge fassen, dann so ab 180mm Öffnung, denn ein wechsel von 127mm auf 150mm wird nicht wirklich viel bringen (lasse mich da gern eines besseren belehren).
      Wenn ich mir dazu die Preise anschaue, liege ich aber weit über einem Achromat/Refraktor mit 102mm oder 120mm.
      Das sind MAK's mit 180mm Öffnung mit Brennweiten ab 2700mm, die Abschattung ist alleridngs deutlich niedriger, bei 20% bis 25% und würde der Mond/Planetenbeobachtung entgegen kommen. Die liegen aber alle um die 1000,-€ und mehr.


      SCT's ab 150mm Öffnung ( da kommen wohl nur die von Celestron in Frage) liegen bei OTA ab 800,-€ und dann zusammen mit Montierung, bin ich jenseits von 1200,-€. Deren Abschattung liegt dann aber wieder höher, bei ca 30% plus, ähnlich unserem MAK.
      Dann bin ich wieder da, wo ich schon bin.

      Ja, ein Achromat/Refraktor hat den Farbfehler
      Mit dem Farbfehler kann ich leben.

      Den bekomme ich aber auch nur mit genügender Brennweite in den Griff, da hab ich dann das Problem mit meinem Balkon ;-). Den Kompromiss, den muss ich machen, geh ich aber gerne ein.
      Klares, kontrastreiches und detailreiches Bild ist mir da lieber, im Gegensatz zum MAK.
      Ich weiss auch, dass akzeptable Mond/Planetenbeobachtung ab 10f, besser 15f bis 20f, empfohlen wird. Und ab einer Öffnung von 4" (102mm) bis 5" (127mm).

      Also Farbfehler, 10f und Kontrastreiches Bild liegen in meiner Überlegung vorn. Kann ich besser mit leben als mit einem "dusteren" Bild und hohem Preis und erst ab höheren Preisen die Möglichkeit des 2" Okulares zu haben.

      Apochromaten, egal welcher Bauart, hab ich von vornherein ausgeschlossen.
      Der Preis.
      Auch ein modifizierter Newton (kleinerer Fangspiegel, dünnere Streben etc.) liegt außerhalb meiner Überlungen.
      Gruß und CS
      Mathias
    • Hallo Mathias

      Ups, ich hatte schon vergessen, dass ihr noch einen Mak habt.
      In dem Fall, kann ich dir kaum helfen bzw. einen Ratschlag geben. Das ist wohl noch mit Geschmack verbunden. Ein Refraktor mag ja kontrastreicher sein, aber mir ist das Instrument einfach zu sperrig, auch wenn ich den Platz hätte. Deshalb will ich meinen wieder verkaufen.
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch
    • Hallo Mathias,

      mbba schrieb:

      Dazu muss ich sagen, das wir (meine Lebensgefährtin und ich beobachten gemeinsam) einen MAK unser Eigen nennen, 127/1500.
      Der MAK hält, rein subjektives Empfinden, vom Bild her weder mit 120/600-er Achromat/Refraktor (FH) noch mit dem 127/1200-er Achromat/Refraktor (FH) mit.
      Der Vergleich ist ja auch etwas unfair ;) Ein obstruiertes System mit einem nicht obstruierten gleicher Öffnung und Brennweite zu vergleichen und dann einzig die Kontrastleistung ins Spiel bringen ist ja einfach :D

      mbba schrieb:

      Also Farbfehler, 10f und Kontrastreiches Bild liegen in meiner Überlegung vorn. Kann ich besser mit leben als mit einem "dusteren" Bild und hohem Preis und erst ab höheren Preisen die Möglichkeit des 2" Okulares zu haben.
      Ab und zu bekommt man gebraucht ein älteres C8 oder ein Meade 8" für um die 400€. Sind garantiert nicht kontrastärmer und lichtachwächer als ein 4"-Refraktor, ganze 45cm langund passen auch auf die Bresser Exos 2 ( ich denke, diese Montierung hast du zusammen mit dem 127/1200 FH als Paket gekauft?).
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
    • Hallo Mathias (und CS),

      wenn das von Dir angesprochene Gerät von der Größe her ideal wäre und Deinen Präferenzen entspricht - dann ist es eigentlich zweitrangig, ob WIR sowas kaufen würden.
      Dann soltest Du es kaufen.
      Ich denke wir haben alle unterschiedliche Präferenzen und eine theoretische Betrachtung der verfügbaren Altenativen macht ja aus Deiner Sicht garkeinen Sinn, weswegen wir sie eigentlich auch nicht anbieten müssen.

      Ich kann lediglich meine Präferenzen darstellen - Obstruktion stört mich weniger, da ein C9 - platzsparend - durchaus einen vergleichbaren Kontrast zu einem 4"-6" Refraktor bietet.
      OHNE Farbabweichung und genau DAS ist eben MEINE Präferenz.
      Für die Spektralanalyse ist das sehr wichtig.

      Falls es mal ein Refraktor werden soll, dann soll auch da der Farbfehler so gering wie möglich sein. Das hätte ich persönlich schon gerne vom Objektiv geboten, ohne weitere Korrekturoptik in den Lichtweg bringen zu müssen.

      Viele Grüße,

      Martin
    • Hallo Micha,

      mit dem unfair hast Du sicherlich recht.
      Wobei ich eh der Meinung bin, das man die verschieden Bauformen (Refraktor / Reflektor) von Teleskopen nicht wirklich miteinander vergleichen kann.
      Unterschiedlicher Strahlengang, verschiedene Materialen... etc..
      Dann kommt noch dazu das Maksutov und Schmidt-Cassegrain Katadioptrische Teleskope sind. Sprich eine Mischform.
      Auch bin ich der Meinung, das es keine Spezialisten unter den Teleskopen gibt. Also rein nur für Mond/Planeten, nur DeepSky... etc..
      Ich betrachte es eher so, das dieses oder jene Teleskop besser für dies oder das geeignet ist, aber nicht ausschließlich für einen Zweck.
      OK, es gibt Anpassungen und modifizierte Teleskope.
      Erschwerend kommt allerdings hinzu, das es die Eierlegendewollmilchsau auch nicht gibt, eher nur eine Annäherung an einen Allrounder.
      Ich muss meines Erachtens immer kompromisse machen und da kommt dann auch die subjektivität in's Spiel.

      Wir, also meine Lebensgefährtin und ich, haben auch schon den Orionnebel im Maksutov bestaunt. Es geht. Genauso wie es geht mit meinem Rich-Fielder Saturn zu beobachten. Natürlich ist das nicht optimal, was eh nicht funktioniert.

      Ich denke das Anspruch und Subjektivität einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Wahl des Teleskopes hat, welches man sich anschafft.

      ;) grundsätzlich würd ich mir gern alle Bauformen hier aufbauen...

      Zum gebraucht Kauf hab ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis :D .

      Mit Deiner Vermutung des 120/1200 FH hast Du recht.
      Ein schönes Gerät. Gute Qualität.
      Aber leider sind da die Beschränkungen des Balkons :whistling: . Entweder steh ich mehr oder weniger in der Küche oder halt neben dem Balkon (Antigravitation beherrsche ich noch nicht ;) ).
      Gruß und CS
      Mathias
    • Hallo Martin,

      ups, jetzt erst gesehen das Du mir geantwortet hast :whistling: .
      Danke.

      Wie ich Marlene schon sagte:

      mbba schrieb:

      Vielleicht hätte ich meine Frage anders stellen sollen.
      Wer hat Erfahrungen mit 102/1000 oder 120/1000 Achromaten zur Mond/Planetenbeobachtung ;-)?
      Unglückliche Ursprungs-Fragestellung :saint: .

      Ich kann Deiner Argumentation gut folgen.

      Theoretisieren, diskutieren kann man grundsätzlich und stundenlang :) . Rechnen, Zahlen vergleichen... ....
      Aber komm ich dann noch zum Beobachten :whistling: ?

      Da hab ich irgendwo mal ein schönes Beispiel gelesen.
      Da ging's um's Einnorden. Das der ein oder andere Anfänger so besessen davon war, super genau einzunorden, das dann schon die Sonne aufging als er fertig war. OK, überspitzt dargestellt und nur auf's rein visuelle Beobachten bezogen. Fotografisch ist das was anderes, da muss ich mir schon was Mühe geben.
      Ich stell jetzt meine Montierung per Kompass nach Norden, Winkel ist eh eingestellt und des passt, für mich, da ich nur rein viesuell Beobachte. Klar muss ich dann gelegentlich nachstellen/führen, aber es hält sich wirklich in Grenzen.
      Präferenz halt ;) .

      Werde mich sicherlich mit dem genauen Einnorden beschäftigen und wenn ich das dann öfter gemacht habe, wird das auch flüssiger von der Hand gehen.
      Gruß und CS
      Mathias
    • Also, ich denke dir wurde eigentlich schon alles gesagt. Aus mener Sicht würde ich ein Gerät nehmen, was zu deinen Platzverhälnisse passt. Wenn du aber lieber einer zusätzlichen aber kürzeren Farbeimer möchtest, dann hol es dir. DIE Entscheidung können wir für dich nicht abnehmen.

      Live or die... ;)
      Liebe Grüsse und klaren Himmel

      Marlene


      "Wir sind nur Gäste des Lebens, und gute Gäste hinterlassen den Ort, den sie bewohnt haben sauberer, als sie ihn vorgefunden haben." - Harald Lesch