M33 im September / Oktober 2020

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    • M33 im September / Oktober 2020

      Liebe Balkonauten,

      in den wenigen sternklaren Nächten im September und Oktober habe ich M33 aufgenommen:



      100x125s (ca. 3,5h) mit Sony NEX-5Ra am Skywatcher N130/650, ohne Guiding. Die Bilder stammen von 4 Abenden. Ich hatte fast doppelt so viele Bilder gemacht und dann doch beim Stacken nur die besten verwendet. In der Galerie ist noch ein zweites Bild mit ca. 5h Gesamtbelichtungszeit, welches ich aber schlechter finde.
      Die Bildbearbeitung erfolgte mit DSS, Siril 0.99.6 (ist echt gut geworden!) und Gimp.

      Hinweise und Kritiken sind wie immer willkommen!

      Viele Grüße
      Gunther
    • Hallo Gunther,

      eine wirklich tolle Aufnahme. Die Farbbalance ist Dir sehr gut gelungen und für 3,5h eine tiefe Aufnahme.
      Karsten hat schon darauf hingewiesen: mittels PI kannst Du sicherlich noch mehr aus Deinen Daten hervorheben.
      Sehr beachtlich finde ich auch, dass Du die Aufnahmen ohne Guiding durchgeführt hast. Denke aber, dass bei 125s schon die Grenze der Montierung/Ausrichtung erreicht ist.
      Mit meiner heute fast 11 Jahr alten CGEM hatte ich in den Anfangszeiten maximal 30s (mit etwa 580mm Brennweite) geschafft.

      Super Ergebnis!

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Karsten und Hans-Jürgen,

      schön, dass euch das Bild gefällt!

      DSS ist für mich immer noch ungeschlagen in Bedienkomfort, Geschwindigkeit und Ressourcenverbrauch. Mein betagter PC verarbeitet die Daten von 4 Abenden (100 Lightframes mit Flats und Biases) in ca. 30min und hält sich mit temporärem Plattenplatzverbrauch zurück. Durch die Einzelbelichtung von max. 2-3min habe ich es mit großen Datenmengen zu tun, und da spielt Geschwindigkeit für mich eine Rolle.
      Das Stacking-Ergebnis von DSS finde ich nicht schlecht, und wenn doch, liegt es in der Regel am Ausgangsmaterial.

      Möglicherweise gerate ich langsam an die Grenzen meiner Ausrüstung, vermutlich fehlt das Guiding aktuell am meisten.
      Seit einigen Wochen beschäftige ich mich auch mit der Testversion von PI und habe natürlich bereits die wunderbaren Tutorials von "astrophotocologne" studiert. Trotzdem komme ich damit nur langsam voran und meine Ergebnisse mit PI entsprechen noch nicht ansatzweise denen mit Siril/Gimp, da mache ich wohl noch vieles falsch.

      Viele Grüße
      Gunther
    • Hallo Karsten,

      ja, das Guiding ...

      Ich nehme mal an, dass ich keine Kamera an mein Sucherfernrohr anflanschen kann, oder doch?
      Welche Kamera wäre da empfehlenswert, oder ist das so gut wie egal? Als Software würde ich PHD2 verwenden wollen, ein Raspberry Pi ist bereits für die IR-Steuerung der Kamera ans Stativ geschraubt. Der hat auf jeden Fall noch Reserven.
      Leider brauche ich für meine GP auch noch einen neuen Motorantrieb, da mein bisheriger nur die RA-Achse antreibt und keinerlei Schnittstelle besitzt. Der Fluch des günstigen Gebrauchtkaufs :/

      Viele Grüße
      Gunther
    • Hallo Gunther,

      die Kamera kann über einen Adapter an den Sucher angeflanscht werden, Sonst gibt es auch mini-Guidescopes die wie ein Sucher funktionieren.

      Als Kamera kann jede SW-Planetenkamera verwendet werden oder spezielle Guiding Kameras wie den Loadstar.

      Beispiel Guidingkamera

      Das Motorset kostet ja um die 400 Euro glaube ich. Macht fast Sinn eine andere Monti zu kaufen wenn das Budget da ist.

      Hast mal ein Stack mit PI Batch Prozessing gemacht?
      Klaren Himmel wünschen

      Antina und Karsten

      astrokarsten.wix.com/farbe-des-universums/
    • Hallo Karsten,

      danke, ich werde mir mal die Kamera anschauen. Ich nehme an, dass ich sie auch für Planetenvideos verwenden könnte. Aber eigentlich geht es mir vor allem um DeepSky-Bilder. Die Kamera scheint einen Autoguider-Anschluss zu haben, was für mich gleich ein Adapterproblem lösen würde.

      Ich hatte eigentlich dieses Motorset im Auge: teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p7293. Es soll auch an die GP passen.
      Eine neue (bessere) Montierung mit Guiding-fähigem Motorantrieb liegt preislich weit weg davon, und meine GP schlägt sich ansonsten ganz gut.

      Einen Stack habe ich bereits mit PI gemacht. Das Preprocessing muss ich für jede Aufnahmesitzung separat machen, richtig? DSS hat da ja die Gruppenverarbeitung, die das alles in einem Schritt macht und dabei die richtigen Flats mit den richtigen Lights kombiniert. Dafür kann ich in PI besser schlechte Lights erkennen und aussortieren.
      Ich finde es schwierig, die Ergebnisse zu vergleichen, da sowohl PI als auch DSS viele Einstellungsmöglichkeiten haben. Und die jeweils optimalen herauszufinden - an dieser Stelle bin ich eben noch Einsteiger.
      Das Bedienkonzept von PI ist sehr gewöhnungsbedürftig, ich habe z.B. ewig nach der Funktion für einen simplen Ausschnitt gesucht (und gefunden :) ).

      Viele Grüße
      Gunther
    • Hallo Gunther,

      welches Adapterproblem. Die Guiding Schnittstelle ist ja genormt und ohne die geht nichts.

      In PI musst Du jede Sitzung seperat machen was natürlich Sinn macht. Wenn Du die Stacks aus PI und DSS vergleichst wirst Du sehen, dass PI eine besseres S/R Verhältnis aufweist und auch die Sterne kleiner sind.

      Mittlerweile gibt es ja viele Online Tutorials zu PI - da muss man dann durch wenn es gute Bilder geben soll. Bei M33 musst Du sofort HDR Multiscale Transform anwenden.
      Klaren Himmel wünschen

      Antina und Karsten

      astrokarsten.wix.com/farbe-des-universums/
    • Hallo Karsten,

      danke, jetzt weiß ich, worauf ich bei den Stacking-Ergebnissen schauen muss. Die relativ großen Sterne fallen mir schon länger auf, ich hätte aber nicht gedacht, dass das am Stacking-Programm liegen könnte. Wäre ja schön, wenn sich das verbessern ließe :) Um besser vergleichen zu können, werde ich am Beispiel der M33 die Bilder aller Aufnahmesitzungen mit DSS, PI und Siril stacken. Leider nimmt sich mein Rechner dafür richtig Zeit und mit PI bin ich an einem Abend gerade mal bis zur Registrierung gekommen. Ein Video-Tutorial begleitet mich natürlich dabei.

      Das Adapterproblem war ein Denkfehler. Mir war so, als hätte ich Kameras ohne ST4-Schnittstelle gesehen. Aber diese Schnittstelle scheint bei den meisten Kameras tatsächlich vorhanden zu sein. Anderenfalls hätte ich irgendwas von USB auf ST4 basteln müssen.
      Eine Farbkamera funktioniert nicht für das Guiding?

      Viele Grüße
      Gunther
    • Liebe Balkonauten,

      ich muss Karsten absolut Recht geben: SiriL kann besser stacken als DSS:



      Hier konnte ich Daten von fast 6h Belichtungszeit integrieren! Das Rauschen ist deutlich geringer als bei den mit DSS gestackten Bildern und ich sehe auch mehr Sterne.
      Bei DSS hatte ich etwas den Eindruck, dass die Sterne mit der Anzahl der gestackten Bilder größer wurden.

      Gruß
      Gunther