Sh2-142 in Ha/OIII

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    • Sh2-142 in Ha/OIII

      Hallo Sternfreunde,

      in den vergangenen beiden Nächten war es bei uns endlich wieder klar und so habe ich Sh2-142 (Zaubernebel) in Ha und OIII ablichten können.



      Aufnahmedaten:

      Kamera: ASI1600MMPro, Darks, Flats, Gain 139, Offset 21
      Filter: Astronomik Ha 12nm und OIII 12nm
      Apo 130/780 mit Riccardi Reducer 0,75x, resultierende Brennweite 585mm
      Belichtungszeiten: Ha 85x180s, OIII 90x180s
      Aufnahmedatum: 13.08. und 14.08.21, mäßige Transparenz, leicht aufgehellter Nachthimmel, Sterne mit max. 3,5 mag im Zenit sichtbar
      Aufnahmeprogramm: N.I.N.A.
      Bildbearbeitung: PixInsigh


      Auch hier kam StarNet in PI im nicht linearen Bild zum Einsatz. Das entsprechende Script für lineare Bilder hat nicht so recht funktioniert. Es blieben zahlreiche "Sternenreste" im "sternenfreien" Bild übrig.
      Die Sterne wurden dann aus den extrahierten "Sternmasken" von OIII und Ha mittels Pixelmath "nach Gefühl" erstellt und mit dem sternlosen Ha/OIII Bild anschließend kombiniert.

      Euch noch einen schönen, sonnigen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

      Viele Grüße
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      wieder ein echter Hingucker von Dir! Schöne runde Sterne, die feinen Nebel super herrausgearbeitet und die Schärfe ist genau richtig.

      Für die Sternfarben muss man denke ich RGB machen und anschließend maskiert einfügen. Bei Bi-Color-Bildern ist das eben nicht so einfach.

      Starnet linear habe ich noch nicht getestet. Bei DSLR Aufnahmen, bei denen die Sterne größer sind, hat auch Starnet Nichtlinear ein paar Probleme.

      Hast Du die Kamera mal bei Gain O getestet?
      Klaren Himmel wünschen

      Antina und Karsten

      astrokarsten.wix.com/farbe-des-universums/
    • Hallo Karsten,

      herzlichen Dank für Deine Rückmeldung. Schön, dass auch dieses Bild Dir gefällt.

      Die Sternen aus Ha und OIII zu generieren ist natürlich ein Kompromiss. Da klare Nächte bei uns leider sehr selten sind, konzentriere ich mich derzeit nur auf das Wesentliche, um ein Bild erstellen zu können.

      Mit Gain 0 habe ich noch nicht experimentiert. Ein Astrohändler aus Österreich hat dies meines Wissens aber sehr eindrucksvoll mit seinen Bilder gezeigt, dass diese Einstellung durchaus erfolgreich ist.
      Bei mir ist es eher ein Kompromiss. Die Belichtungszeit pro Bild versuche ist möglichst gering zu halten. Gründe sind hier meine schon alte Montierung und die Windanfälligkeit des Standortes auf unserer Terrasse.

      Wünsche Dir mit Deiner neuen Kamera viel Erfolg!

      LG
      Hans-Jürgen
    • Hallo Frank und Martin,

      auch Euch vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

      @Martin: solche Bilder zu erstellen ist wirklich keine Hexerei und ich bin überzeugt, dass auch das für Dich erreichbar ist. Denke da gerade an Deine s/w Aufnahme von M42 mit händischer Nachführung und absolut runden Sternen. DAS muss man erst mal so sauber hinbekommen.
      Nach so manchen Experimenten mit (leider) viel Lehrgeld habe ich jetzt endlich mein Setup gefunden, bei dem ich bleiben werde.
      Ein wesentlicher Punkt ist aber auch die Bildbearbeitung, die bei mir viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch hier hatte ich in der Vergangenheit mit verschiedenen Programmen gespielt und bin letztlich – und ausschließlich -bei PI gelandet.

      LG
      Hans-Jürgen
    • Hallo Hans-Jürgen,

      vielen Dank für Deine freundlichen Worte !
      Mit dieser Aufnahme von M42 bin ich auch zufrieden, andererseits ist das auch kein sehr schwieriges Objekt.
      Was Du hier wieder zeigst ist eine ganz andere Liga.

      Ich bin ja noch immer noch in der Findungsphase, was mein Setup angeht.
      Ich glaube aber, daß ich vor allem vor der intensiven Bildbearbeitung zurückschrecke.
      Über PI habe ich viel gelesen und in einem sind sich alle einig - es dauert wirklich seine Zeit bevor man das auch nur halbwegs gewinnbringend einsetzen kann.
      Ich glaube, ich habe einfach keine Lust mich da einzuarbeiten.

      Ulkigerweise stecke ich eine Menge Zeit und Mühe in ein Gebiet, dessen Reultate leider nichts anderes sind als nüchterne Diagramme.
      Die Einarbeitung in Software zur Spektrenauswertung ist auch nicht ganz ohne - nur daß die resultierenden Ergebnisse weit weniger ästhetisch wirken als Bilder, wie Du und und einige andere sie hier präsentieren.

      Wenn ich Dein - nein, Foto trifft es nicht - Deine Komposition betrachte, dann erfreue ich mich an der Schönheit des Nebels die Du sichtbar gemacht hast.
      Und im nächsten Moment überlege ich schon, was ich sehen werde wenn ich den Spalt des Spektrographen erst auf das Zentrum und dann auf die Randbereiche ausrichte.
      Ich kann es nicht anders ausdrücken, aber mit den nüchternen Diagrammen die sich daraus ergeben könnten hätte ich das Gefühl, dort draußen zu sein, in diesem Nebel, ich kann sehen, was zu der Schönheit führt, die Du uns hier zeigst.
      Klaren HImmel und viele Grüße,

      Martin


      Was bleibt uns jetzt noch zu tun übrig ? Weitermachen . . . und immer weiter !
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