Spielzeug oder doch mehr? - Update 12.07.2024

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    • Spielzeug oder doch mehr? - Update 12.07.2024

      Hallo,

      nun mach ich hier mal den Anfang. Nach langem Überlegen ob oder ob nicht, habe ich mich doch zum Kauf dieses kleinen Gerätes entschieden. Anfangs dachte ich, das ist doch eher ein Spielzeug. Aber durch viele Bildergebnisse mit dem smarten Scope bin ich dann doch neugierig geworden. Zudem kam hinzu, dass ich in den letzten Monaten keine Zeit für lange Sessions hatte mit Aufbau, Ausrichtung, Technik anschmeißen und am Ende wieder abbauen usw.
      Das Seestar stellt man auf, levelt etwas, verbindet sich mit dem Handy über die Seestar-App und wählt ein Objekt aus und los gehts mit den Aufnahmen. Das Livebild entwickelt sich nach und nach. Wenn Wolken kommen oder die Nachführung mal nicht optimal ist, werden entsprechende Frames einfach raus gelassen. So habe ich manche Objekte einfach bis 2h laufen lassen. Da ich immer die Einzelframes mit abspeichern lasse (Fits-Format), kann ich dann noch ein Stacking in AstroPixelProcessor machen lassen. Die Ergebnisse sind jedenfalls schon beindruckend für diese kleine Optik. Und das Gerät ist ein absolutes Reisewunder. So kommt immer mein kleines Fernglas mit, so kann ich nebenbei durch den Himmel streifen und das Seestar stackt und stackt und stackt.

      Nun kann das Gerät aber meine andere Technik nicht erstzen, aber für schnelle Ergebnisse zwischendurch einfach klasse. Außerdem kann man damit auch schöne Beobachtungen mit anderen Menschen mache, die vlt. von den astronomischen Objekten des Himmesl noch keinen Schimmer haben. Ich hatte schon einige Aaahs, Ooohs.

      Was ich mit diesem Post nicht erreichen möchte, wäre Werbung. Ich habe einfach astronomischen Spaß in arbeitsreichen Zeiten. Infos auf meiner Website.

      Hier noch ein paar Bilder:




      Hier mein erstes Gerät mit Bildfehlern - habe ich erstzt bekommen.






      VG
      Frank
      Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
      Grüße und cs
      Frank
      astrofanweb.de

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Astrofan ()

    • Hallo Frank,

      das sind schöne Resultate, das stimmt schon.

      Es wäre dennoch, vor allem zu dem Preis, nichts für mich.
      Spektroskopie ist damit nicht möglich, Planeten auch nicht, ob es geeignet ist, schnell und bequem Daten für die Veränderlichenbeobachtung zu sammeln weiß ich nicht.
      Wenn es also damit eher nicht möglich ist, das manchmal etwas mühsame Datensammeln zu erleichtern, dann kann ich nicht sehr viel damit anfangen.

      Was schöne Deep Sky Bilder angeht, da weiß ich auch nicht, ob ich mich mit Bildern identifizieren könnte, die im Grunde ein Roboter für mich gemacht hat.
      Wo bin da ich ? Wo ist da meine Leistung ?
      Das ist das gleiche bei mir wie Remote - es ist für mich einfach nicht MEIN Bild wenn es von Optik, die nicht die meine ist und unter einem Himmel unter dem ich nicht stehe gemacht wurde.
      Astronomie ausschließlich am Rechner und am Bildverarbeitungsprogramm ist einfach maximal nur der halbe Spaß für mich.

      Das ist alleine meine Empfindung und wer das völlig anders empfindet - na jeder Jeck ist anders und das ist gut so.
      Alles Gute und klaren Himmel wünscht

      Martin

      Was bleibt uns jetzt zu tun übrig ? Nach vorne blicken und Optimismus wagen !!
    • Hallo Martin,

      ich gehe da mit deinen Erfahhrungen mit.

      Meine Intension ist aber auch noch, dass ich mit meinen Schülern gemeinsame Beobachtungen machen kann und wir gemeinsam das Objekt beobachten können, wie es sich auf dem Bildschirm des Tablet entwickelt. Dazu habe ich aber noch ein Teleskop parallel stehen, in dem sich die Kids das Objekt vergleichend ansehen können. Und dann kann man wunderbar diskutieren über die Beobachtung per Auge und per Smartscope. Dabei geht es mir aber auch um die Emotionen, die ich bei den Jugendlichen auslösen kann.

      Für mich selbst wird die Beobachtung an den eigentlichen Teleskopen immer im Vordergrund stehen.

      Weiterhin inreressiert mich die Technik solcher Entwicklungen. Es gab ja vor dem Seestar schon andere Smartscopes, die mich alle nicht überzeugt haben. Einige davon habe ich live erleben können und war enttäuscht von deren Leistungen.

      VG
      Frank
      Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
      Grüße und cs
      Frank
      astrofanweb.de
    • Hallo Frank!
      Erstmal Glückwunsch zum neuen Instrument und vielen Dank für das nun einsetzende Regenwetter!

      Ich sehe das mittlerweile differenzierter. Gerade beim Seestar 50. Wo bekommt man für diesen Preis so viel Technik?
      Man muss bedenken, hier ist ein 50mm f/5 Apochromat verbaut, der auch noch fotografisch korrigiert ist. Und eine vollautomatische Goto-Montierung. Und eine Kamera.
      Das alles (zumindest im Seestar-Shop excl. Versand) für 499€ Das ist m.E. ein viel besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die Vaonis-Geräte, da bekommt man ähnliches ab 1200€.
      Natürlich kann man sich sowas selbst leistungsfähiger bauen, aber dann meist nicht "aus einem Guss" und mit Sicherheit nicht unter 499€.

      Trotzdem bleibt etwas "Skepsis", gerade, wenn Anfänger sich ein solches Instrument zulegen. Natürlich macht es solch ein Gerät dem Anfänger leicht, dazu wurde es vermutlich auch entwickelt. Vielleicht sogar zu leicht.
      Leider wird da ein gutes Stück altmodischer "Amateurastronomhandwerkskunst" auf der Strecke bleiben. Das finde ich schade (oder ich bin einfach nur altmodisch)
      Viele Grüße,
      Micha

      "Uns hilft kein Gott, unsre Welt zu erhalten!"- Karat, Der Blaue Planet, 1982
      Meine Bilder auf AstroBin
    • Hallo Micha,

      ich kann auch deine Worte voll unterschreiben. Viel Technik fürs Geld.

      mic schrieb:

      Trotzdem bleibt etwas "Skepsis", gerade, wenn Anfänger sich ein solches Instrument zulegen
      Ja das ist ein Problem. Vorallem dann, wenn man als Anfänger Bilder macht, sich aber nicht mit dem astronomisch/physikalischen Hintergrund des jeweiligen Objektes auseinandersetzt.
      Da bleibt dann die Astronomie auf der Strecke.

      mic schrieb:

      Leider wird da ein gutes Stück altmodischer "Amateurastronomhandwerkskunst" auf der Strecke bleiben. Das finde ich schade (oder ich bin einfach nur altmodisch)
      Das sehe ich nicht ganz so kritisch. Ich sehe es eher als Ergänzung. Sicher werden auch die kleinen Smartscopes weiterentwickelt (mehr Öffnung, Brennweite und bessere Sensoren, ...).
      Aber eine visuelle Beobachtung durch ein Teleskop und die damit vermittelten Emotionen kann diese Technik nicht ersetzen.

      VG
      Frank
      Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
      Grüße und cs
      Frank
      astrofanweb.de
    • Hallo Frank, hallo Micha,

      @ Micha: Da stimme ich Dir natürlich zu, das ist eine sehr ordentliche Optik und offenbar auch eine gute Kamera und solide Mechanik zum akzeptablen Preis (für mich wäre es dennoch aktuell zuviel, mein Auto hat gerade das Doppelte in der Werkstatt gefressen, unerwartet. . .).
      Im Vergleich zur Optik des Dwarf wirklich hochwertig.

      Was den Seestar tatsächlich sogar für mich auf das Level eines echten Amateurteleskops hebt ist die Möglichkeit, tatsächlich Zubehör zu nutzen - Sonnenfilter, Bahtinov-Maske,Filterhalter für 2"-Filter . . .

      und damit komme ich zu Dir,

      @ Frank: Ja, in den Filterhalter kann man natürlich passende Transmissionsgitter einsetzen und dann geht sogar Spektroskopie. Ob spaltlos wirklich Radialgeschwindigkeitsmessung möglich ist sei mal dahingestellt, aber es könnte durchaus sein, daß das Seestar an Pulsationsveränderlichen sinnvoll eingesetzt werden kann.
      Und sobald man derartige Geräte für so etwas nutzen kann werden sie auch für mich interessant.
      Mich interessiert nicht das schnelle und mühelose Astrofoto, aber wenn es ernsthaft Beobachtungsprogramme abarbeiten kann dann wird es interessant.

      Frank, den Möglichkeiten der didaktischen Nutzung stimme ich natürlich zu 100% zu. Es macht be-greifbar was ansonsten eher abstrakt ist. Und etwas im Teleskop selbst zu sehen und dann auf den Stackingbildern quasi live zu sehen wie beeindruckend z.B. so ein Nebel ist, das ist spannend.
      Das quasi hautnah.
      Das hätte mich als Schüler maximal in seinen Bann gezogen.

      Ich gebe zu, daß das Seestar das erste Gerät dieser Art ist, das mich interessieren könnte.
      Alles Gute und klaren Himmel wünscht

      Martin

      Was bleibt uns jetzt zu tun übrig ? Nach vorne blicken und Optimismus wagen !!
    • HalloFrank,

      Ich finde den Seestar sehr interessant, und die Bilder, die du gemacht hast, sind von guter Qualität.
      Klar man kann es nicht mit einem teuren Teleskop und einer teuren Kamera + Bildverarbeitung vergleichen. Und der Preis ist mit über 800 Euro auch nicht ohne.
      Ich würde mir das Teleskop holen, wenn ich das Geld hätte und dann auch mit auf Reisen nehmen. Das ist schon was feines. :)

      Freu mich auf weitere Bilder

      Viele liebe Grüße

      Thomas
    • Neu

      Hallo Martin,

      ja es ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Mal schauen, wass ich noch so alles mit dem Kleinen astronomisch so anstelle.


      Hallo Thomas,

      ja wenn mal keine Zeit für das Hobby bleibt, dann ist das eine Alternative, um ein paar Bilder zu machen. Man muss nur dran denken, das Gerät wieder rein zu holen.
      Und ja der Preis ist schon nicht ohne.


      VG
      Frank
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      Grüße und cs
      Frank
      astrofanweb.de
    • Neu

      Hallo,

      ich habe mich gestern mal am Helix-Nebel versucht. Ich hatte nur ein knappes Zeitfenster zwischen zwei Bäumen.
      Dazu kam noch der Lichtsumpf vor meinem Balkon und die geringe Höhe von nur 17°. Naja man kann ihn erkennen.

      Stack von 90x10s mit APP und finale Berarbeitung wieder mit PS.



      VG
      Frank
      Ein Blick in die Tiefen des Weltalls ist immer ein Blick in die Vergangenheit.
      Grüße und cs
      Frank
      astrofanweb.de

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    • Neu

      Hallo Frank,

      danke, dass Du dieses Bild von der Helix gezeigt hast. Ich habe mir den Beitrag zu dem Seestar jetzt erst durchgelesen.
      Dss hat schon einen besonderen Reiz, mitzuerleben, wie das Bild nach und nach kommt.
      Die Helix ist ein schönes Beispiel dafür. In dem Bild ist gut zu erkennen, wie der bläuliche Zentralteil gerade anfängt, zu kommen.
      interessant, was bei 5 -6 Stunden Intergationszeit herauskommen würdde. Ist auch eine Frage eines geeigneten Standortes
      (in unseren Breiten!), ja und eine Frage der Geduld.
      Ja, und Geduld ist bei unserem Hobby ach so wichtig.

      Viele Grüße

      Micha
      Ich bin Michael
      Mein Beobachtungsplatz ist der Balkon meiner Wohnung in der Hennigsdorfer Innenstadt.
      Der Balkon ist in der vierten (obersten) Etage eines Wohnhauses. Er liegt in fast perfekter Südlage mit sehr guter Horizontsicht.
      Meine besondere Leidenschaft gilt der Fotografie weit südlich stehender Objekte.
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